"Willst du Gottes Wunder seh'n, musst du zu den Bienen geh'n."
Gäbe es keine Bienen – wie arm wäre unsere Natur. Nicht nur der wohlschmeckende
Honig würde fehlen. 80% der Obstbäume und ein Großteil unserer Blumen
verdanken ihr Wachsen und ihre Früchte der emsigen Tätigkeit der Bienen.
Sonnenkinder sind die Bienen. Im Winter erwärmen sie sich dicht gedrängt
zu einer Kugel, in der Mitte die Königin. Steigt das Thermometer an einem
milden Februartag auf 10 Grad, erwachen sie zu neuem Leben und halten
den so genannten Reinigungsflug, sie befreien sich von den Rückständen
des Winterfutters. Die Weidenkätzchen spenden den wichtigen eiweißreichen
Blütenstaub für die Entwicklung des Bienenvolkes. Als dicke Pollenhöschen
an den Hinterbeinen tragen sie ihre Beute in den Stock. Im Frühlingsmonat
Mai, stehen unsere Obstbäume, geschmückt wie eine Braut, im Blütenkleid,
die Bienen sind zur Hochzeit eingeladen. Sie übertragen bei der Nektarsuche
das männliche Element der Blüte, den Blütenstaub, zum weiblichen Blütenteil,
der Narbe. Die Bienen sind „blütenstetig“, sie bleiben immer bei der gleichen
Blütenart, niemals könnte z.B. Blütenstaub einer Apfelblüte eine Birnbaumblüte
befruchten.
Königin, Arbeiterin, Drohn leben im Stock. Eine Königin, zehntausende
Arbeitsbienen und – während der Sommermonate – einige hundert Drohnen.
Die Königin legt Tausende von Eiern, ist also die Mutter des Volkes, auch
die Arbeitsbienen sind Weibchen, sie verrichten sämtliche Arbeiten und
werden nur 50 – 60 Tage alt. Sie sind Reinmachefrauen, putzen die Zellen,
halten den Stock sauber, dann werden sie Ammenbienen und füttern die junge
Brut. Als Wachsfabrikantinnen schwitzen sie das Wachs aus und als Baubienen
bauen sie die kunstvollen Waben. Sie bewachen das Flugloch, schaffen Wasser,
Blütenstaub und Nektar herbei und verteidigen den Stock. Die Drohnen sind
die Männchen im Stock und paaren sich mit den jungen Königinnen, Dienste
für das Volk leisten sie nicht.
Mehr erfahren Sie bei einer Führung im Garten der Sinne.